Markenverletzungen oder Diebstahl von Inhalten sind nur einige der Probleme, mit denen man bei zunehmender Bekanntheit der eigenen Marke zu kämpfen hat. Im vergangenen Jahr wurden unzählige Male Inhalte von Kinsta gestohlen, sodass die Einreichung von Anträgen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu einer unserer ständigen Aufgaben geworden ist.

Unabhängig von der Größe Deines Unternehmens ist es wichtig, dass Du angemessene rechtliche Maßnahmen ergreifst um Dein Markenimage zu schützen und damit potenzielle Kunden nur das sehen, was Du ihnen zeigen möchtest. In gewisser Weise könnte man Markenverletzungsberichte fast als eine Form der Konversionsratenoptimierung betrachten.

Ignoriere keine Markenrechtsverletzungen. Sie schaden deinem Brand und verwirren potenzielle Kunden. 🤺Click to Tweet

Heute werden wir Dich darüber aufklären, warum Du niemals geschützte Inhalte veröffentlicht lassen solltest, welche markenrechtlich verletzt wurden. Außerdem zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du eine Markenrechtsverletzung auf Facebook einreichen kannst. Auch wenn das vielleicht nicht nach dem fesselndsten Thema klingt, wirst Du höchstwahrscheinlich an irgendeinem Punkt genau das für Deine Marke tun müssen.

Wieso verletzen Leute Markenrechte?

Wie Du wahrscheinlich schon erraten hast, ist unser „Kinsta“-Markenname geschützt. Daher ist es verboten, dass ihn andere benutzen. Leider ist das aber nicht immer allen Leuten bewusst oder ihnen ist es schlichtweg egal, da sie nur versuchen, schnelles Geld zu machen.

Im Beispiel, das wir Dir heute zeigen werden, hat einer unserer Partner eine Seite mit dem Namen „Kinsta Hosting“ erstellt (siehe unten). Ziel war es, so zu erscheinen, als wären sie Kinsta. Der Haken daran war, dass sie an alles ihren Kinsta Affiliate-Link angebunden haben um so Provision zu erhalten. In 99% der Fälle kannst Du darauf wetten, dass jemand vortäuscht Du zu sein, um damit Geld zu machen. 

Facebook-Seite, die widerrechtlich geschützte Inhalte veröffentlicht

Facebook-Seite, die widerrechtlich geschützte Inhalte veröffentlicht (nicht von Kinsta aufgesetzte Seite)

Da wir Menschen den Vertrauensbonus geben, haben wir uns dafür entschieden, den Besitzer der Facebook-Seite anzuschreiben und ihn aufzufordern, diese sofort zu löschen. Denn unsere Kinsta Affiliate Bedingungen legen folgendes klar dar: 

Dem Partner ist es nicht gestattet, Kinsta.com oder den geschützten Namen von Kinsta in einer URL oder in Online-Werbung zu verwenden.

Wir gaben ihnen zwei Wochen Zeit um zu antworten, jedoch blieb jegliche Rückmeldung aus. Nun könnten wir sie natürlich von unserem Partner-Programm ausschließen. Das alleine würde aber nicht genug sein, da die Facebook-Seite weiterhin bestünde. Im Folgenden möchten wir mit Euch teilen, wieso es eine schlechte Idee ist, so eine Seite online zu lassen. 

Wie Markenrechtsverletzungen auf Facebook Deiner Marke schaden

Anfangs kannst Du Dir vielleicht nicht vorstellen, wieso die unrechtmäßige Veröffentlichung von geschützten Inhalten eine so große Sache ist. Deshalb möchten wir Dir nun die vier Hauptgründe aufzeigen, wieso das eine Rolle spielt. Das gilt natürlich für alle sozialen Netzwerke, nicht nur für Facebook.

1. Es erscheint bei den Suchergebnissen auf Facebook

Wie Du im Bild unten sehen kannst, taucht die durch jemand anderen aufgesetzte Seite bei den Suchergebnissen auf Facebook auf. Wenn jemand in unserem Fall nach „Kinsta“ oder „Kinsta hosting“ sucht, erscheint die gefälschte Seite, teilweise sogar unserer eigenen vorgereiht! 😠 Wir möchten natürlich auf keinen Fall, dass ein potenzieller Kunde, der speziell nach unserer Seite auf Facebook sucht, auf einer Seite landet, die nicht von uns betrieben wird.

Markenverletzung in der Ergebnisliste auf Facebook

Markenverletzung in der Ergebnisliste auf Facebook

2. Es ist in Google indexiert und verwendet den Markennamen in der URL

Facebook-Seiten sind im Verzeichnis von Google. Also geht es auch hier um Suchergebnisse. Wenn jemand in Google nach Deiner Facebook-Seite sucht, möchtest Du nicht, dass jemand anderes auftaucht. Außerdem wird der Markennamen ebenfalls in der URL der Facebook-Seite verwendet. Du solltest, was Deine URLs anbelangt, unter allen Umständen Dein Markenzeichen so gut wie möglich schützen.

Facebook-Seiten URL der gefälschten Seite

Facebook-Seiten URL der gefälschten Seite

3. Es verwirrt Leute, die Deine Marke verlinken möchten

Verlinken ist eine Funktion, die oft auf verschiedenen sozialen Netzwerken verwendet wird. Auf Facebook funktioniert das im Prinzip so: Wenn jemand möchte, dass Du siehst, was er oder sie geteilt hat, kann er oder sie den Namen Deiner Facebook-Seite durch Einfügen des @-Symbols finden und Dich somit verlinken. In dem Fall, dass jemand anderer widerrechtlich unter Deinem Markennamen eine Seite betreibt, kann es dazu kommen, dass die falsche Seite verlinkt wird und Du die Erwähnung nicht siehst.

Verlinken auf Facebook

Verlinken auf Facebook

Manchmal werden Dich auch Leute verlinken, wenn sie eine Frage an Dich haben. Das letzte, was Du möchtest ist, dass sie dabei jemand anderen verlinken und es Dir dadurch nicht möglich ist, zu antworten. Etwas so Einfaches wie das könnte dazu führen, dass Du einen Kunden verlierst.

4. Du hast keinerlei Kontrolle über die Inhalte und das Branding der Seite

Der letzte, zugegebenermaßen offensichtliche Grund, warum Du solche Seiten unbedingt entfernen lassen solltest, ist, dass Du keine Kontrolle über die dort veröffentlichten Inhalte und die Markenführung hast. Hier sind nur ein paar Beispiele, wie unsere Marke beschädigt wurde:

Markenführung auf Facebook

Markenführung auf Facebook

Da Du nun ein paar Gründe gehört hast, warum Du sicherstellen solltest, dass solche Seiten heruntergenommen werden, lass uns genau betrachten, wie man das macht.

Wie reiche ich auf Facebook einen Bericht über eine Markenrechtsverletzung ein?

Facebook nimmt Markenverletzungen sehr ernst. Von allen Berichten, die wir eingereicht haben, hat Facebook immer die betreffenden Inhalte und/oder Seiten innerhalb von 24 Stunden entfernt – beeindruckend!

Schritt 1

Der erste Schritt ist, auf Facebook zu gehen und das Formular für die Meldung einer Markenrechtsverletzung auszufüllen. Im Formular werden Dir die folgenden Optionen gegeben:

Inhalt, der gegen die Markenrechtsgesetze verstößt

Inhalt, der gegen die Markenrechtsgesetze verstößt

Wie oben im Bild ersichtlich, kann das Formular auch für urheberrechtliche Verletzungen und andere Probleme genutzt werden.

Schritt 2

Der zweite Schritt ist das Ausfüllen der Kontaktinformationen Deines Unternehmens.

Abgefragte Kontaktinformationen beim Ausfüllen des Berichts auf Facebook

Abgefragte Kontaktinformationen beim Ausfüllen des Berichts auf Facebook

Schritt 3

Der nächste Schritt ist die Bereitstellung Deiner Markeninformationen, weshalb Du im Folgenden erfährst, wie Du diese findest.

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Informationen über Deine Marke

Informationen über Deine Marke

Es gibt ein paar Orte, an denen Du Informationen über Deine Marke finden kannst. Das hängt davon ab, wo Deine Marke und Dein Unternehmen eingetragen sind. Wenn Deine Marke in den Vereinigten Staaten registriert ist, befindet sie sich höchstwahrscheinlich in der Markendatenbank des USPTO.

In Großbritannien kannst Du GOV.UK verwenden oder alternativ die WIPO Global Brand Database einsehen. Ansonsten verrät eine schnelle Google-Suche, welche Datenbank es für Dein Heimatland gibt.

Im untenstehenden Beispiel verwenden wir die USPTO-Markendatenbank. Um eine Recherche zu starten, klicke im Menü auf „Marken“ und dann auf „Marken-Datenbank durchsuchen“.

Durchsuchen der Marken-Datenbank

Durchsuchen der Marken-Datenbank

Für die Suchoption, klicke auf „Einfache Wortmarkensuche (Neuer Benutzer)“ 

Einfache Suche

Einfache Suche

Gib dann den Markennamen Deines Unternehmens als Suchbegriff ein. So bekommst Du bestehende registrierte Markenzeichen ausgeworfen.

Markenzeichen Suchbegriff

Markenzeichen Suchbegriff

Auf der Seite Deiner Marke findest Du dann eine Registrierungsnummer, die Du benötigst um das Facebook-Formular auszufüllen. Es gibt auch die Möglichkeit, ein PDF oder PNG der Markenseite anzuhängen. Wir empfehlen Dir dies, da wir festgestellt haben, dass einige der online Markendatenbanken in Hinblick auf das direkte Verlinken zu einem Ergebnis nicht richtig funktionieren.

Schritt 4

Im letzten Schritt fragt Facebook Dich, wo die Inhalte, die Du melden möchtest, vorkommen. Du kannst wählen zwischen: „Eine ganze Seite, Gruppe oder Profil“. Kopiere einfach die URL der Seite und füge sie ein.

Nachdem Du auf die Schaltfläche „Senden“ geklickt hast, erhältst Du eine E-Mail von Facebook mit der Berichtsnummer und der Bestätigung, dass sie Deinen Fall prüfen werden.

Antwort von Facebook auf den Eingang des Berichts

Antwort von Facebook auf den Eingang des Berichts

Wir haben schon mehrere Berichte über Markenverletzungen eingereicht und Facebook hat immer innerhalb von 24 Stunden reagiert und die betreffenden Seiten entfernt. Im Vergleich zu anderen Netzwerken mit ähnlichen Abläufen zur Meldung von Markenverletzungen ist Facebook ehrlich gesagt eines der schnellsten!

Benachrichtigung über die erfolgreiche Entfernung der Markenrechtsverletzung

Benachrichtigung über die erfolgreiche Entfernung der Markenrechtsverletzung

Was passiert mit dem Inhalt, wenn er von Facebook entfernt wird? Er ist nicht mehr zugänglich und zeigt die folgende Meldung an: „Tut uns leid, dieser Inhalt ist im Moment nicht verfügbar.“ Sobald Du das siehst, wurden die gefälschten Inhalte aus den Suchergebnissen von Facebook entfernt und sind nicht mehr verlinkbar. Ein paar Tage später wird es auch aus dem Google-Index gestrichen.

Meldung, wenn der Inhalt nicht mehr verfügbar ist

Meldung, wenn der Inhalt nicht mehr verfügbar ist

Zusammenfassung

Unser Rat ist, dass Du eine Markenrechtsverletzung auf keinen Fall ignorieren solltest, da diese Deine Marke verschwimmen lässt und potenzielle Kunden verwirrt. Glücklicherweise macht es Facebook super einfach, Markenrechtsverletzungen zu melden! Nur ein paar einfache Schritte und Du kannst die beleidigenden Inhalte und/oder Seiten im Handumdrehen entfernen lassen.

Hattest Du schon einmal mit Markenrechtsverletzungen oder mit Personen zu tun, die sich fälschlicherweise als Deine Marke ausgaben? Wir würden uns freuen, Deine Meinung zu diesem Thema unten in den Kommentaren zu hören.


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