Es gibt Situationen, in denen du bestimmte Aufgaben erledigen möchtest, ohne deine Live-Website zu beeinträchtigen. Beispielsweise musst du vielleicht sicherstellen, dass du ein Theme sicher aktualisieren kannst, oder mit neuen Designelementen experimentieren. Diese Aktionen in WordPress können jedoch die User Experience (UX) beeinträchtigen und sogar deine Website lahmlegen.
Deshalb kann es eine gute Idee sein, deine WordPress-Website ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu testen. Dazu kannst du eine Staging-Umgebung einrichten oder eine lokale Umgebung erstellen. So kannst du Geschwindigkeits-, Funktions- und Sicherheitstests durchführen, bevor du die Änderungen auf deiner Live-Site übernimmst.
In diesem Beitrag schauen wir uns genauer an, warum es wichtig ist, deine WordPress-Website zu testen. Anschließend zeigen wir dir, wie du drei verschiedene Arten von Tests durchführst. Los geht’s!
Warum sind WordPress-Tests wichtig?
Das regelmäßige Testen deiner WordPress-Website bietet zahlreiche Vorteile. Wie bereits erwähnt, kannst du so mit Design- und Benutzeroberflächenelementen (UI) experimentieren, ohne deine Live-Site zu beeinträchtigen.
So kannst du deine aktuelle Website erhalten und den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten, während du neue Ideen ausprobierst. Sollte in der Testumgebung etwas schiefgehen, musst du dir keine Sorgen darüber machen, welche Auswirkungen Ausfallzeiten auf deinen Web-Traffic und deinen Umsatz haben könnten.
Andererseits möchtest du deine WordPress-Website vielleicht auch testen, um Probleme zu erkennen, auf die Besucher stoßen könnten, wenn sie versuchen, deine Seiten aufzurufen. Beispielsweise könnte deine Website in einem bestimmten Browser langsam laufen oder dein Menü auf Mobilgeräten nicht richtig angezeigt werden.
Zudem kann eine Testumgebung eine hervorragende Möglichkeit sein, Sicherheitslücken zu vermeiden. Vielleicht möchtest du mit neuen Plugins und Themes experimentieren, bevor du sie auf deiner Live-Site installierst. In der Zwischenzeit kannst du Updates auf deiner Testseite durchführen, um sicherzustellen, dass sie sicher sind.
Und während viele Anfänger davon profitieren können, in einer sicheren, privaten Umgebung mit WordPress zu experimentieren, ist das Testen auch für fortgeschrittene Entwickler äußerst wichtig. Mit den richtigen Tools können Entwickler eine permanente Staging-Umgebung einrichten, um die Funktionalität von Produkten zu testen, bevor sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Was sind die gängigsten Arten von Tests?
Da du nun weißt, warum es wichtig ist, WordPress sicher zu testen, schauen wir uns einige der gängigsten Ansätze an.
- Funktionstests. Damit erhältst du ein umfassendes Verständnis der Nutzererfahrung auf deiner Website. Du kannst zum Beispiel überprüfen, ob Formulare, Schaltflächen und Checkout-Seiten einwandfrei funktionieren.
- Leistungs- und Geschwindigkeitstests. Wenn du sicherstellst , dass deine Website schnelle Ladezeiten bietet, kannst du die Benutzererfahrung verbessern, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterstützen und deine Core Web Vitals-Werte steigern.
- Sicherheitstests. Dabei werden die Sicherheitsmechanismen deiner Website analysiert, wie zum Beispiel SSL-Zertifikate, HTTPS, Webanwendungs-Firewalls und mehr. Das hilft dir, sensible Daten zu schützen, böswillige Angriffe zu verhindern und Schwachstellen in WordPress aufzudecken.
Egal, welche Art von Website du betreibst – es ist empfehlenswert, dir anzugewöhnen, regelmäßig Funktions-, Leistungs- und Sicherheitstests durchzuführen.
Bewährte Vorgehensweisen für WordPress-Tests
Es ist wichtig, den Wert von Tests deiner Website in verschiedenen Umgebungen zu erkennen. Sobald du den Unterschied zwischen den einzelnen Umgebungsarten kennst, fällt es dir leichter, die richtige Option für deine Bedürfnisse auszuwählen.
Eine lokale Umgebung wird auf deinem eigenen Computer gehostet. Daher hat nichts, was du dort tust, Auswirkungen auf deine Live-Seite. Für den allgemeinen Gebrauch bietet sie eine hervorragende Möglichkeit, neue Features und Funktionen auszuprobieren. Für Entwickler hingegen kann eine lokale Umgebung der ideale Ort sein, um Fehler und Probleme in deinem Code aufzuspüren.
Eine Staging-Umgebung hingegen stellt eine Kopie der Daten deiner Website auf einem Server (anstatt auf einem lokalen Rechner) bereit. Sie eignet sich hervorragend, um größere Versions-Updates, Konfigurationsänderungen und Datenbankmigrationen durchzuführen. Wenn du Websites für Kunden gestaltest, eignet sich eine Staging-Site zudem gut als Demo-Seite, um den Kunden zu zeigen, wie die Website aussehen wird.
So richtest du Testumgebungen ein
Nachdem du nun ein besseres Verständnis für die verschiedenen Arten von Testumgebungen hast, schauen wir uns an, wie man sie einrichtet!
So richtest du eine Testumgebung mit einer Staging-Site ein
Wie bereits erwähnt, ist eine Staging-Site im Wesentlichen eine vollständige Kopie deiner Live-Site. Normalerweise wird sie auf demselben Server gehostet wie deine Live-Website. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Besucher keinen Zugriff darauf haben.
Einer der größten Vorteile von Staging ist, dass es einer realistischen Konfiguration entspricht. So kannst du genau nachvollziehen, welchen Weg echte Kunden auf deinen Websites zurücklegen.
Am einfachsten richtest du eine Staging-Site über deinen Webhost ein. Nicht alle Webhosts bieten Staging-Umgebungen als Teil ihrer Hosting-Dienste an. Bei Kinsta ist es jedoch super einfach, die integrierte WordPress-Staging-Umgebung zu erstellen und zu konfigurieren.
Kinsta-Nutzer können auf ihre Staging-Sites zugreifen, indem sie sich im MyKinsta-Dashboard anmelden, im Menü auf der linken Seite auf Sites klicken und dann eine Staging-Site aus der Liste der Umgebungen auf der Seite Sites auswählen:

Wenn du aufgrund deiner WordPress-Tests Änderungen an deiner Kinsta-Staging-Umgebung vornimmst, kannst du diese Änderungen mithilfe der Funktion „Push Environment“ auf deine Live-Site übertragen.
So richtest du eine Testumgebung lokal ein
Eine lokale Umgebung funktioniert zwar ähnlich wie eine Staging-Site, du musst sie jedoch nicht extern hosten. Stattdessen befindet sich deine lokale Umgebung auf einem lokalen Rechner (meistens deinem Computer).
Um eine WordPress-Testumgebung lokal zu installieren, musst du einen AMP-Stack auf deinem Computer einrichten. Diese Software (Apache, MySQL und PHP) wird verwendet, um deine Live-WordPress-Website nachzubilden.
Zu den beliebtesten Methoden, WordPress lokal zu installieren, gehören WAMP und XAMPP. Am einfachsten ist es jedoch, DevKinsta zu nutzen:

DevKinsta ist ein kostenloses lokales Entwicklungstool für WordPress-Einzel- oder Multisite-Installationen. Damit erhältst du Zugriff auf unzählige Tools zur Datenbank- und E-Mail-Verwaltung. Außerdem lässt es sich nahtlos in MyKinsta integrieren (obwohl du kein Kinsta-Kunde sein musst, um DevKinsta zu nutzen).
Um loszulegen, musst du die neueste Version von DevKinsta herunterladen. Als Mac-Nutzer fügst du DevKinsta anschließend zu den Anwendungen hinzu und öffnest die DevKinsta-Anwendung mit einem Doppelklick.
Der Installationsvorgang unterscheidet sich je nach Betriebssystem geringfügig, aber du kannst bei Bedarf die vollständige Installationsanleitung für DevKinsta zu Rate ziehen. Anschließend kannst du Docker Desktop installieren, um Container für lokales WordPress zu erstellen.
Sobald du DevKinsta und Docker erfolgreich installiert hast, kannst du deine lokale Website erstellen. Du kannst entweder eine neue WordPress-Website erstellen, eine bestehende Website von Kinsta importieren oder eine benutzerdefinierte Website erstellen:

Wähle einfach die gewünschte Option aus. Wenn du von Kinsta importierst, musst du die richtige Website zum Importieren auswählen und deine Anmeldedaten eingeben. Anschließend wirst du zum Bildschirm Website-Informationen weitergeleitet, der wie ein Dashboard für deine lokale Umgebung funktioniert.
Du kannst auch die Kinsta-API nutzen, um eine neue WordPress-Website/Installation zu erstellen, ohne auf DevKinsta zuzugreifen.
So testest du die Funktionalität deiner WordPress-Website (5 Funktionen)
Schauen wir uns nun fünf Möglichkeiten an, wie du die Funktionalität deiner WordPress-Website testen kannst. Einer der größten Vorteile von Funktionstests ist, dass du sie direkt in deiner lokalen Umgebung oder über DevKinsta durchführen kannst (im Gegensatz zu anderen Testarten, bei denen deine Website live sein muss).
Browserübergreifende Unterstützung
Es ist wichtig, deine WordPress-Website in verschiedenen Browsern zu testen, um zu sehen, wie sie für alle Besucher aussieht. Das liegt daran, dass verschiedene Browser unterschiedlichen Code verwenden. Daher verarbeitet und zeigt jeder Browser Elemente auf seine eigene Weise an.
Ein Nutzer, der deine Website über Chrome aufruft, sieht sie beispielsweise möglicherweise anders als ein Nutzer, der sie mit Firefox besucht. Und obwohl im Jahr 2021 3,2 Milliarden Internetnutzer Chrome als ihren Hauptbrowser bevorzugten, nutzen viele weiterhin Firefox, Edge, Opera und Safari.
Vielleicht möchtest du herausfinden, welche Browser bei deinen Besuchern beliebt sind, um deine Website speziell für diese Browser zu optimieren. Wenn du Google Analytics nutzt, findest du diese Informationen in deinen Zielgruppenberichten.
Anschließend kannst du deine Website mit einem Tool wie BrowserStack auf browserübergreifende Kompatibilität testen:

Mit BrowserStack kannst du deine Website in 3.000 verschiedenen Browsern testen, darunter die neuesten Versionen von Edge, Safari, Firefox und Chrome. Du kannst auch eine kostenlose Testversion nutzen, bevor du dich für ein kostenpflichtiges Abonnement entscheidest.
Unit-Tests
Beim Unit-Testing wird die kleinste Einheit einer Anwendung isoliert getestet. Das kann eine Funktion, eine Eigenschaft oder eine Methode sein. Diese Einheiten werden dann auf ihre korrekte Funktionsweise hin analysiert, um sicherzustellen, dass sich die Anwendung wie erwartet verhält.
Du kannst Unit-Tests automatisch mit einem Drittanbieter-Tool wie Travis CI ausführen. Es ist jedoch schneller, Tests während der Entwicklung lokal durchzuführen, anstatt Änderungen vorzunehmen und darauf zu warten, dass Travis CI sie ausführt.
Beispielsweise möchtest du vielleicht ein Theme oder ein Plugin einer Unit-Test unterziehen. Dazu musst du SVN, PHP, Apache und Git installieren. Außerdem musst du dein Plugin bereitstehen haben.
Um loszulegen, öffne DevKinsta, um deine lokale Entwicklungsumgebung zu starten. Installiere anschließend PHPUnit. Nun musst du die Plugin-Testdateien mit dem folgenden Befehl generieren:
bash
wp scaffold plugin-tests my-plugin
An dieser Stelle kannst du die Testumgebung lokal initialisieren, indem du das Installationsskript ausführst:
bash
bash bin/install-wp-tests.sh wordpress_test root '' localhost latest
Dieses Skript installiert eine Kopie von WordPress im Verzeichnis /tmp directory sowie die WordPress-Unit-Test-Tools.
Der nächste Schritt besteht darin, die Plugin-Tests über die Befehlszeile phpunit auszuführen. Eine vollständige Anleitung findest du in diesem Leitfaden zum Thema Unit-Tests.
Responsivität auf Mobilgeräten und Desktops
Da über 60 Prozent der Menschen ein mobiles Gerät nutzen, um online zu gehen, ist es wichtiger denn je, sicherzustellen, dass deine WordPress-Seite responsiv ist. So stellst du sicher, dass deine Seiten auf allen Bildschirmgrößen – einschließlich Desktop, Tablet und Handy – einwandfrei angezeigt werden.
Am einfachsten lässt sich die Responsivität deiner Website testen, indem du einfach die URL deiner Website auf deinem Mobilgerät eingibst. Wenn du jedoch das Erscheinungsbild deiner Seite von deinem Desktop aus testen möchtest, kannst du dies über den WordPress-Customizer tun.
Geh einfach zu Darstellung > Anpassen:

Je nach Theme werden dir unterschiedliche Bereiche angezeigt. Unten auf der Seite kannst du jedoch auf das Mobil- oder Tablet-Symbol klicken, um eine Vorschau deiner Seite in der jeweiligen Bildschirmgröße anzuzeigen.
Außerdem kannst du die Entwicklertools von Google Chrome nutzen, um zu sehen, wie deine WordPress-Website auf mobilen Geräten dargestellt wird. Dazu musst du lediglich eine Seite deiner Website in Google Chrome öffnen. Klicke dann mit der rechten Maustaste auf die Seite und wähle Inspect aus:

Such nun das Symbol Geräte-Symbolleiste umschalten oben im Popup (links neben der Registerkarte Elemente):

Klicke auf das Symbol und Chrome zeigt eine Anzeige des Inhalts in einer anderen Größe an:

Wie du siehst, kannst du nun testen, wie deine Website in Viewports unterschiedlicher Größe angezeigt wird. Wenn du beispielsweise auf das Dropdown-Menü Responsive klickst, kannst du testen, wie deine Website auf verschiedenen gängigen Mobilgeräten erscheint.
Testen der Benutzeroberfläche (UI)
Wenn wir von der Benutzeroberfläche (UI) deiner Website sprechen, meinen wir damit alle Komponenten deiner Website, mit denen Besucher interagieren können. Die meisten Websites verfügen zum Beispiel über Links, Schaltflächen, Menüs usw. Irgendwann müssen Nutzer mit diesen Elementen interagieren.
Deshalb ist es extrem wichtig, deine Benutzeroberfläche zu testen. Wenn etwas nicht richtig funktioniert, können Besucher frustriert werden und deine Website verlassen.
Du kannst eine lokale Umgebung einrichten, um deine UI-Elemente zu testen. Vielleicht möchtest du zum Beispiel ein neues Navigationsmenü entwickeln und es ausprobieren.
In diesem Fall kannst du deinen lokalen Admin-Bereich über dein DevKinsta-Dashboard öffnen. Navigiere dann auf der lokalen Website zu Darstellung > Menüs. Klicke nun auf Neues Menü erstellen.
Gib deinem Menü einen Namen und klicke auf Menü speichern. Füge anschließend Menüpunkte auf der linken Seite deines Bildschirms hinzu und wähle Zum Menü hinzufügen:

Aktiviere unter Menüeinstellungen das Kontrollkästchen Primäres Menü. Speichere anschließend deine Änderungen.
Du kannst auch oben auf dem Bildschirm auf Mit Live-Vorschau verwalten klicken, um zu sehen, wie sich dein Menü entwickelt:

Öffne anschließend deine lokale Website in einem neuen Browser, um dein neues Menü auf der Benutzeroberfläche zu sehen:

Du kannst die Navigationslinks auch testen, indem du auf die einzelnen Menüpunkte klickst. Wenn wir zum Beispiel auf unseren Link Großhandelsbestellung klicken, werden wir zu der entsprechenden Seite weitergeleitet, die wir unserem Menü hinzugefügt haben:

Auf diese Weise kannst du neue Designelemente testen und sicherstellen, dass deine Benutzeroberfläche ordnungsgemäß funktioniert.
Visuelle Tests
Visuelle Regressionstests (VRT) stellen sicher, dass alle deine Designelemente und Layouts so dargestellt werden, wie sie sollen. Aus diesem Grund werden VRT oft nach Änderungen an der Website durchgeführt, beispielsweise wenn du das Theme wechselst oder ein Plugin aktualisierst.
So kannst du sicherstellen, dass die Änderungen deine visuellen Elemente nicht beeinträchtigt haben. Beispielsweise könnten deine Inhalte falsch ausgerichtet sein oder Schaltflächen könnten verschwunden sein.
Genau wie beim UI-Testing würdest du solche Probleme oft gar nicht bemerken, wenn du deine Website nicht im Frontend besuchst. Es gibt automatisierte VRT-Tools, mit denen du deine Website kontinuierlich auf visuelle Unregelmäßigkeiten testen kannst.
Oder du vergleichst deine Seiten einfach manuell, bevor und nachdem du deine Änderungen vorgenommen hast. Angenommen, du möchtest das Theme wechseln. Am sichersten ist es, dies in einer lokalen Umgebung wie DevKinsta zu tun, damit du visuelle Tests durchführen kannst, bevor du die Änderung auf deiner Live-Website anwendest.
Im Moment haben wir das Twenty Twenty-Theme auf unserer lokalen Website aktiviert. Wie du sehen kannst, zeigt die Startseite alle Schaltflächen, Texte und Bilder mittig ausgerichtet an:

Wenn wir jedoch zum Theme „Twenty Twenty-Three“ wechseln, siehst du, dass die Schaltfläche Jetzt einkaufen falsch ausgerichtet ist:

Kinsta Automatic Updates und VRT
Unser Add-on „Kinsta Automatic Updates“ nutzt VRT, um Fehler bei der Aktualisierung von Plugins und Themes zu erkennen und – falls nötig – Installationen auf die zuletzt funktionierende Konfiguration zurückzusetzen:

So testest du die Geschwindigkeit deiner WordPress-Website (6 Punkte)
Eine weitere wichtige Methode, deine WordPress-Website zu testen, ist die Überprüfung der aktuellen Ladegeschwindigkeit deiner Website. In diesem Abschnitt werfen wir einen Blick auf sechs Aspekte, die dir helfen, die Leistung deiner Website zu testen.
Vor diesem Hintergrund kann es hilfreich sein, mit Kinsta APM zu beginnen. Mit unserem Tool zur Überwachung der Anwendungsleistung lassen sich Leistungsprobleme bei WordPress ganz einfach identifizieren:
So erhältst du beispielsweise Einblick in alle PHP-Prozesse, MySQL-Datenbankabfragen und externen HTTP-Aufrufe. Dadurch bist du besser in der Lage, lange API-Aufrufe, langsame Datenbankabfragen sowie nicht optimierten Plugin- und Theme-Code zu erkennen.
Und das Beste daran: Kinsta APM ist bei allen Kinsta-Tarifen kostenlos, und du kannst direkt über dein MyKinsta-Dashboard auf das Tool zugreifen. Insgesamt ist es eine benutzerfreundliche Lösung, mit der du die Leistung und Ladezeiten deiner Website verbessern kannst.
Langsame Abfragen oder Skripte
Um sicherzustellen, dass deine Website auf höchstem Niveau läuft, kannst du zunächst WordPress auf langsame Abfragen oder Skripte überprüfen. Langsame Abfragen und Skripte wirken sich auf die Gesamtgeschwindigkeit deiner Seiten aus und machen deine Website weniger effizient.
Der einfachste Weg, langsame Abfragen und Skripte zu identifizieren, ist die Aktivierung von Kinsta APM. Wenn du Kinsta-Kunde bist, kannst du das Tool kostenlos nutzen. Du musst es jedoch über dein MyKinsta-Dashboard aktivieren.
Dazu loggst du dich einfach in dein Konto ein und navigierst zu Sites > Websitename > APM:

Zunächst musst du APM aktivieren und den Zeitraum auswählen, für den das Tool Daten sammeln soll.
Nachdem das APM-Tool Zeit hatte, Daten zu sammeln, wähle den Reiter Datenbank aus und suche den Abschnitt Langsamste Datenbankabfragen:

Hier findest du die zehn langsamsten Datenbankabfragen auf deiner Website. Wenn du auf eine Abfrage klickst, kannst du dir auch die Transaktionsbeispiele ansehen:

Auf diese Weise erhältst du weitere Informationen zum Beispiel, zur Trace-Zeitleiste, zu den Span-Details und zum Stack-Trace.
Langsame Plugins
Schlecht programmierte Plugins können nicht nur die Sicherheit deiner WordPress-Website beeinträchtigen, sondern auch die Leistung. Daher ist es wichtig, dieses Problem so schnell wie möglich zu erkennen.
Auch hier kannst du das Kinsta-APM-Tool nutzen, um langsame Plugins zu identifizieren. Sobald du das Tool in deinem MyKinsta-Dashboard aktiviert hast, navigiere zum APM-Tool und klicke auf den Reiter WordPress:

Der erste Abschnitt, den du siehst, ist Langsamste WordPress-Plugins. Die langsamsten erfassten Plugins werden oben im Abschnitt aufgelistet.
Um weitere Informationen zu den Leistungsproblemen zu erhalten, klicke auf eines der aufgelisteten Plugins. Dadurch werden die Transaktionsbeispiele geladen, die das Plugin ausgeführt hat. Du kannst dir beispielsweise den Zeitstempel, die Zeitleiste der Transaktionsverfolgung, Details zu den Spans, die Trace-Zeitleiste und vieles mehr ansehen.
Langsame Seiten
Es ist auch wichtig, WordPress auf langsame Seiten zu testen, da dies zu einer schlechten Benutzererfahrung führen kann. Außerdem ist die Seitengeschwindigkeit ein Ranking-Faktor für Suchmaschinen wie Google.
Du kannst ein kostenloses Tool zum Testen der Website-Geschwindigkeit wie Pingdom oder PageSpeed Insights nutzen, um schnell einen Geschwindigkeitswert für deine Website zu ermitteln. Ein tieferes Verständnis deiner Seitengeschwindigkeit erhältst du jedoch mit dem Kinsta-APM-Tool.
Sobald du Kinsta APM aktivierst, dauert es ein paar Sekunden, bis die Leistungskennzahlen deiner Website geladen sind. Gehe danach auf den Reiter Transaktionen:

Hier kannst du einige Daten zur Gesamttransaktionszeit deiner Website einsehen. Du kannst aber auch nach unten zu Langsamste Transaktionen scrollen, um die PHP-Prozesse zu sehen, die die meiste Transaktionszeit in Anspruch nehmen:

Wenn du eine Transaktion auswählst, kannst du die URL herausfinden, die sie auslöst. Klicke dann auf die URL, um die Zeitleiste der Transaktionsverfolgung anzuzeigen:

Auf diese Weise kannst du den Abschnitt finden, der die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Wenn diese Abschnitte als kritisch für deine Leistung eingestuft werden, werden sie in der Regel orange oder rot hervorgehoben.
Caching
Caching bietet eine einfache Möglichkeit, deine Ladezeiten zu verkürzen. Dabei werden Kopien deiner Website auf dem Server gespeichert. Wenn ein Nutzer deine Seite aufruft, kann dein Server so die zwischengespeicherte Version anzeigen, wodurch die Daten viel schneller übertragen werden.
Bei Kinsta hast du Zugriff auf Caching auf Serverebene, das auf allen Live-Websites automatisch aktiviert ist. Wenn du jedoch eine Staging-Umgebung nutzt, musst du den Cache manuell aktivieren.
Navigiere in deinem MyKinsta-Dashboard zu Websites > Staging-Websitename > Caching und wähle den Reiter Server-Caching aus. Durch Klicken auf die Schaltfläche Aktivieren wird das Server-Caching für die Umgebung eingeschaltet.

Der einfachste Weg, dein Caching zu testen, ist, deine Website mit einem Tool zur Überprüfung der Webgeschwindigkeit wie Pingdom zu testen. Es ist jedoch wichtig, den Test mehr als einmal durchzuführen. Der Grund dafür ist, dass der Inhalt möglicherweise noch nicht auf dem Server des Hosts oder im CDN zwischengespeichert ist, wenn du den Test nur einmal durchführst.
Gib deine URL in das URL-Feld bei Pingdom ein und wähle einen Standort aus. Suche nun unter Response Header nach x-kinsta-cache. Wenn dort MISS steht, wird deine Website nicht aus dem Cache geladen.
Um das zu beheben, musst du deine Website noch ein paar Mal durch den Pingdom-Test laufen lassen. Das sollte dazu führen, dass die Header x-kinsta-cache und x-cache einen HIT anzeigen. Nun siehst du dir die Ergebnisse an und achtest auf den großen gelben Balken, der die Wartezeit oder die „Time to First Byte“ (TTFB) anzeigt.
Dieser Wert ist normalerweise hoch, wenn eine Seite nicht aus dem Cache geladen wurde. Auch hier empfiehlt es sich, den Test einmal mit deaktiviertem Cache und dann noch einmal mit aktiviertem Cache durchzuführen, um den Unterschied deutlich zu erkennen.
Content Delivery Network (CDN)
Ein Content Delivery Network (CDN) verbessert die Ladezeiten deiner Seiten, indem es deine Inhalte von einem Server bereitstellt, der sich physisch näher an deinen Besuchern befindet. Bei allen Kinsta-Tarifen erhältst du Zugriff auf ein von Cloudflare betriebenes CDN.
Bei neuen Websites ist das CDN standardmäßig aktiviert. Du kannst jedoch überprüfen, ob dein CDN aktiviert ist, indem du dich in dein MyKinsta-Dashboard einloggst.
Navigiere zu Sites > Websitename > Caching und wähle den Reiter CDN aus. Falls das CDN-Caching noch nicht aktiviert ist, kannst du es einschalten, indem du auf die Schaltfläche CDN aktivieren klickst:

Um dein CDN zu testen, nutzt du am besten ein Tool zur Überprüfung der Website-Geschwindigkeit. Zuvor kann es jedoch sinnvoll sein, die HTTP-Header einer statischen Datei zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie über das Kinsta-CDN geladen wird.
Du kannst dies mit dem Inspektions-Tool deines Browsers oder mit unserem kostenlosen HTTP-Status- und Weiterleitungs-Checker überprüfen. Nun musst du ein Tool zum Testen der Website-Geschwindigkeit auswählen, zum Beispiel Pingdom:

Vielleicht möchtest du den ersten Test durchführen, nachdem du das CDN deaktiviert hast. Anschließend kannst du deine Website mit aktiviertem CDN erneut testen, um den Unterschied zu sehen. Du solltest dein CDN auch von verschiedenen Standorten aus testen.
Sobald dein Test abgeschlossen ist, solltest du dir die Anfragen ansehen, die über das Kinsta-CDN (xxxxkinstacdn.com) geladen werden. Ausführliche Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Beitrag darüber, wie man einen CDN-Test durchführt.
Lasttest
Entgegen der landläufigen Meinung gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Geschwindigkeitstests und Lasttests für Websites. Im Wesentlichen misst ein Geschwindigkeitstest die Ladezeit einer Seite, einschließlich der MySQL- und PHP-Antwortzeiten.
Lasttests hingegen bieten im Vergleich zu Geschwindigkeitstests eine feinere Granularität. Sie können beispielsweise oft dazu verwendet werden, Ladezeiten in bestimmten Situationen zu messen, etwa wenn deine Website von einem starken Traffic-Anstieg betroffen ist.
Die Einrichtung eines Lasttests ist ziemlich komplex. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen Entwickler um Hilfe zu bitten. Wenn du einen Lasttest auf deiner Kinsta-Website durchführen möchtest, wende dich an einen Mitarbeiter unseres Support-Teams.
So testest du die Sicherheit deiner WordPress-Website
Zu guter Letzt ist es beim Testen von WordPress wichtig, sicherzustellen, dass die gesamte Software auf deiner Website sicher ist. Das betrifft zwar die WordPress-Kernsoftware, die die Plattform nutzt, erstreckt sich aber auch auf die Sicherheit von Themes und Plugins.
Tatsächlich kann das Testen von Themes und Plugins sogar noch wichtiger sein, da diese nicht immer aus einer seriösen Quelle stammen. Wenn du Themes und Plugins von Websites Dritter installierst, gibt es keine Möglichkeit zu überprüfen, ob die Software alle erforderlichen Sicherheitsprüfungen durchlaufen hat.
Das bedeutet, dass das Plugin oder Theme möglicherweise schlecht programmiert ist oder sogar bösartige Skripte oder Fehler enthält, die deine Website lahmlegen können. Darüber hinaus ist es wichtig, die gesamte Software auf deiner Website auf dem neuesten Stand zu halten, da veraltete Software von böswilligen Akteuren als Hintertür genutzt werden kann, um sich Zugang zu verschaffen.
Kernsicherheit
WordPress ist zwar eine sichere Plattform, aber nicht immun gegen Cyberangriffe. Deshalb ist es wichtig, die Sicherheit deiner Kernsoftware regelmäßig zu überprüfen.
Eine der besten Möglichkeiten, deine Kernsoftware zu schützen, ist die Wahl eines hochwertigen Webhosts. Bei Kinsta erhältst du beispielsweise Zugriff auf DDoS-Schutz, Firewalls und Malware-Scans. Außerdem steht dir ein spezielles Team zur Malware-Beseitigung zur Verfügung. Selbst wenn deine Website infiziert wird, können wir dir helfen, sie wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.
In jedem Fall kannst du, wenn ein neues WordPress-Update veröffentlicht wird, zunächst testen, ob es sicher ist, indem du das Update auf einer Staging-Site oder in einer lokalen Umgebung durchführst.
Bei Kinsta ist das ganz einfach. Du musst nur zu WordPress-Websites navigieren und deine Website aus der Liste auswählen. Stelle dann sicher, dass deine Website auf Staging eingestellt ist, wenn du das Update durchführst.
Sobald du sicher bist, dass die neue WordPress-Version sicher ist, kehre zu diesem Bildschirm zurück und klicke auf Umgebung übertragen > Auf LIVE übertragen, um die Änderung zu übernehmen:

Wähle dann aus (zwischen Dateien oder Datenbank) und bestätige deine Auswahl, indem du auf Auf LIVE übertragen klickst.
Theme-Sicherheit
Wenn du ein neues Theme findest, das du installieren möchtest, ist es am besten, das Theme zunächst in einer lokalen Entwicklungsumgebung oder auf deiner Staging-Seite zu aktivieren. Das Gleiche gilt, wenn für ein bestehendes Theme auf deiner Website ein Update veröffentlicht wird.
Die meisten Theme-Updates enthalten Patches für Sicherheitslücken. Es kann jedoch auch vorkommen, dass du ein fehlerhaftes Update erhältst, das mit anderer Software auf deiner Website in Konflikt gerät.
Wenn es sich um ein Theme handelt, das du noch nie zuvor verwendet hast (und du die Entwickler nicht kennst), ist es wesentlich sicherer, das Theme in einer lokalen Umgebung zu installieren. Das bedeutet: Selbst wenn das Theme deine Website lahmlegt, bleibt deine Live-Website davon unberührt.
Wenn du also Kinsta-Kunde bist, kannst du eine Staging-Site einrichten. Oder, falls deine Website nicht bei Kinsta gehostet wird, kannst du kostenlos mit DevKinsta loslegen, wo du eine lokale Entwicklungsumgebung einrichten kannst.
Sobald du DevKinsta auf deinem Computer geöffnet hast, geh auf die Seite Site Info. Klicke dort auf WP Admin:

Installiere und aktiviere das Theme anschließend wie gewohnt in WordPress. In der Regel ist es ratsam, mindestens eine Woche zu warten, bevor du das Theme auf deiner Live-Site installierst (das Gleiche gilt für die Installation eines neuen Theme-Updates).
Wenn du jedoch die Sicherheit eines bestehenden Themes auf deiner Website überprüfen möchtest, ist ein Sicherheitsscanner der einfachste Weg. WPScan ist eine hervorragende Option, die alle Schwachstellen in deinen WordPress-Themes aufspürt.
Plugin-Sicherheit
Auch Plugins können eine Gefahr für die Sicherheit deiner Website darstellen. Deshalb ist es empfehlenswert, die Sicherheit deiner Plugins regelmäßig zu überprüfen.
Wie oben bereits erwähnt, kannst du ein neues Plugin (oder ein Plugin-Update) in einer lokalen Umgebung oder auf einer Staging-Site installieren. Auf diese Weise bleibt deine Live-Site unversehrt, falls etwas schiefgeht.
Wie bei Themes kann es jedoch auch hier sinnvoll sein, einen Schwachstellenscanner wie WPScan zu installieren. Dieses Tool ist komplett kostenlos. Du musst dich lediglich für ein Konto registrieren. Anschließend kannst du den API-Token zu deiner WordPress-Seite hinzufügen.
Sobald der Scanner mit deiner Website verknüpft ist, navigiere zu WPScan > Einstellungen, wo du automatische tägliche oder stündliche Scans einrichten kannst:

Oder klicke auf den Reiter Bericht, um einen Test manuell durchzuführen. Sobald der Test abgeschlossen ist, scrolle nach unten zum Abschnitt Plugins:

Hier siehst du eine vollständige Liste aller Plugins auf deiner Website. Wenn deine Plugins sicher sind, siehst du neben jedem Plugin-Namen ein Häkchen. Andernfalls findest du in der Spalte Sicherheitslücken einige Informationen.
Geschwindigkeit und Sicherheit sind am besten, wenn du den richtigen Hosting-Anbieter wählst
Natürlich kannst du deine Websites optimieren und alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um eine erfolgreiche Website zu betreiben. Letztendlich ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass deine Website sicher und schnell ist, jedoch die Nutzung eines hochwertigen Webhosts.
Bei Kinsta legen wir größten Wert auf Geschwindigkeit und Sicherheit:
Alle unsere Tarife werden auf High-End-CPUs mit weltweiter Verfügbarkeit gehostet. Außerdem erhältst du Zugriff auf das von Cloudflare betriebene CDN von Kinsta mit Servern an über 300+ Standorten.
Für alle, denen Websicherheit wichtig ist, bietet Kinsta jede Menge Funktionen, um deine Website abzusichern. Du kannst dich auf tägliche Backups, Malware-Scans, DDoS-Schutz und Firewalls verlassen. Außerdem bieten wir einen sicheren SSH-Zugang und du kannst mit nur einem Klick ein kostenloses SSL-Zertifikat installieren.
Zusammenfassung
Ohne deine WordPress-Website zu testen, kannst du nicht richtig nachvollziehen, wie Nutzer deine Website erleben. Beispielsweise könnten Nutzer bestimmter Browser Probleme mit deinem Menü haben. Gleichzeitig müssen mobile Besucher möglicherweise mit langen Wartezeiten rechnen. Deshalb ist es wichtig, deine WordPress-Website zu testen.
Am besten testest du deine Website, indem du eine Staging-Site einrichtest oder mit DevKinsta eine lokale Umgebung erstellst. So erhältst du Einblicke in die Funktionalität, Leistung und Sicherheit deiner Website (ohne den Live-Betrieb zu stören).
Ein bisschen zusätzliche Sicherheit kann jedoch nie schaden. Eine der einfachsten Möglichkeiten, sicherzustellen, dass deine Website jederzeit reibungslos läuft, ist die Wahl eines hochwertigen Webhosts wie Kinsta. Schau dir unsere Tarife an, um loszulegen!