Kämpfst Du auch mit der Wahl zwischen WooCommerce und Shopify? Falls Du gerade planst einen Internethandel auf den Markt zu bringen, bist Du sicherlich auf diese beiden E-Commerce Plattformen gestoßen. Im Vergleich gehören sie zu den beliebtesten E-Commerce Plattformen der Welt.

Beide Plattformen haben ihre Vorteile, was die Entscheidung erschwert, insbesondere für etwas so Wichtiges wie Deinen E-Commerce-Shop. Um Dir bei der Auswahl der richtigen Lösung für Deinen Shop zu helfen, werden wir in diesem Beitrag beide Plattformen genau unter die Lupe nehmen, sie vergleichen und gegenüberstellen, um Dir mehr Sicherheit bei Deiner endgültigen Entscheidung zu geben. 

WooCommerce vs Shopify: Die Herangehensweise der jeweiligen Plattform

Genau wie im Vergleich von Website-Builder-Plattformen wie Squarespace und Wix mit WordPress als Ganzes, verfolgen WooCommerce und Shopify zwei verschiedene Ansätze zur Erstellung und Verwaltung Deines Shops:

Suchst du immer noch nach dem perfekten WordPress-Hoster?

Probiere Kinstas Premium Managed WordPress-Hosting aus, um eine problemlose Website Hosting-Erfahrung zu genießen.
  • Das Management darstellende stilisierte Führungsfiguren Vollständig verwaltet
  • Schild mit einem Schloss drin, die Sicherheit darstellendSicher wie Fort Knox
  • Linie vereinigen sich in einer einzigenKostenlose Webseiten-Migration
  • Drei Chevrons zeigen nach rechts und symbolisieren die ServergeschwindigkeitHohe Geschwindigkeit
  • Kreisförmiger Pfeil mit einem Punkt in der Mitte, symbolisiert die BackupsTägliche Backups
  • Offset-Hexagone, die unseren Server-Stack symbolisierenGoogle Cloud Platform
  • WooCommerce ist selbst -gehostet. Das bedeutet, dass sich alle Dateien Deines Shops auf Deinem eigenen Server befinden und Du alles, je nach Belieben ändern kannst. 
  • Shopify wird gehostet. Das bedeutet, dass Shopify die Software für Dich hostet und betreut, und obwohl sie über ein hohes Maß an Flexibilität verfügen, bist Du immer beschränkt auf die Änderungen, die Shopify Dir bewilligt. 

Worin besteht der konkrete Unterschied zwischen diesen beiden Ansätzen?

WooCommerce ist flexibler, aber nicht sonderlich anfängerfreundlich. Shopify ist das Gegenteil – es ist sehr anfängerfreundlich, hat aber einige Grenzen, die Du bei WooCommerce nicht hast. Wenn wir den Vergleich noch spezifischer machen, wirst Du sehen, dass dieses Thema immer wieder Auswirkungen hat.

E-Commerce Marktanteil

Es ist interessant einen Blick auf den Marktanteil der E-Commerce zu werfen. Natürlich solltest Du keine Lösung wählen, die einfach nur auf Popularität beruht, aber es kann dennoch helfen, die Trends der Konkurrenz zu erkennen. Laut BuiltWith, nutzten zum Dezember 2018, von den Top 1 Millionen Webseiten, 21% WooCommerce um ihre Geschäfte zu betreiben. Auf Platz zwei folgt Shopify mit 18%.

E-Commerce Marktanteil

E-Commerce Marktanteil

Unter Betrachtung der Top 10k Websites, verwenden jedoch nur 6% WooCommerce, während 23% Shopify verwenden. Es scheint als ob Shopify häufiger eingesetzt wird auf Websites von höheren Instanzen. Das bedeutet aber auch, dass im Unternehmensbereich noch viel Platz für Wachstum beider Plattformen besteht. 

In den Google Trends der letzten 5 Jahre sehen wir, dass beide Plattformen stetig wachsen. Es scheint sogar, dass Shopify WooCommerce langsam überholt hat.

E-Commerce Trends

E-Commerce Trends

Wie einfach ist es, auf der jeweiligen Plattform einen Shop zu eröffnen?

In Bezug darauf, wie einfach es ist, von Nichts zu einem voll funktionsfähigen Shop zu gelangen, der Bestellungen annimmt und Zahlungen abwickelt, ist Shopify eindeutig der Gewinner.

WooCommerce

Wenn Du einen WooCommerce Shop erstellen willst, muss Du die folgenden zwei Dinge tun:

  • Installiere WordPress und lerne WordPress-Interface kennen (natürlich nur, wenn Du noch nicht mit WordPress vertraut bist).
  • Installiere und konfiguriere WooCommerce und lerne WooCommerce-Interface kennen.
Der WooCommerce Einrichtungsassistent

Der WooCommerce Einrichtungsassistent

Bevor Du mit der Annahme von Bestellungen beginnen kannst, bist Du in der Regel verantwortlich für:

  • Hosting finden
  • WordPress installieren
  • Installation und Konfiguration von WooCommerce
  • Ein WooCommerce Thema finden
  • Konfiguration von Details wie Zahlungs-Gateways, Steuerberechnungen etc. (obwohl der WooCommerce-Service einiges hiervon vereinfacht hat) 

Nun – nichts von dem bisher genannten ist beängstigend, und die riesige WordPress-Community macht es einfach, Hilfe zu finden (genauso wie unser Tutorial zur Installation von WooCommerce). Es gibt dennoch eine gewisse Lernkurve – besonders wenn das Deine erste WordPress-Seite ist. Achte auch auf unseren umfangreichen WooCommerce-Leitfaden, um Deine Umsätze zu steigern.

Shopify

Mit Shopify steht Dir nur sehr wenig im Weg, um Dein erstes Produkt zu entwickeln und zu verkaufen.

Alles was Du tun musst, ist im Grunde folgendes:

  • Ein Shopify-Konto erstellen
  • Eine Domain auswählen und kaufen oder einen bestehenden Domainnamen synchronisieren
  • Dein Thema wählen

Und wenn Du das eigene Zahlungsportal von Shopify verwendest, kannst Du ganz einfach, vom ersten Tag an, Kreditkartenzahlungen akzeptieren.

Shopify erleichtert Dir mit der Annahme von Zahlungen zu beginnen

Shopify erleichtert Dir mit der Annahme von Zahlungen zu beginnen

Es ist schwer, die ‚Einfachheit‘ von Shopify zu übertreffen.

Wieviel Kontrolle hast Du über die Funktionalität Deiner Webseite?

Was die gehosteten Plattformen betrifft, ist Shopify eigentlich eine der flexibleren Lösungen. Dennoch kommt Shopify nicht an die Kontrolle heran, die Du mit einer selbst gehosteten WooCommerce-Seite hast. Dadurch ist WooCommerce der klare Gewinner in diesem Bereich. 

WooCommerce

Mit WooCommerce hast Du viele Möglichkeiten, die Funktionalität Deines Shops anzupassen:

  • Dein Thema
  • Mehr als 50.000 WordPress-Plugins, darunter ein Paket, das speziell für WooCommerce entwickelt wurde
  • Benutzerdefinierter Code (einer der Vorteile einer selbst gehosteten Lösung)

Und was nützt Dir das? Beispielsweise, könntest Du so etwas wie Qüero handgefertigte Schuhe und andere personalisierte Produkte in einer Größenordnung verkaufen. Das wäre mit Shopify praktisch unmöglich.

Ähnlich der Flexibilität von WooCommerce, ist die Variation der Produkte. Mit WooCommerce gibt es keine feste Begrenzung der Produktvariationen, die Du auswählen kannst, während Shopify eine strikte Obergrenze von 100 Variationen pro Produkt und 3 Gesamtoptionen pro Produkt festlegt, egal auf welchem Shopify-Plan du Dich befindest.

Shopify

Wie oben genannt, gibt es eine Einschränkung von Shopify – die Produktvariationen.

Ein Beispiel von Produktvariation

Ein Beispiel von Produktvariation

Aber wie flexibel ist der Rest Deines Shopify Shops? Ebenso wie in WooCommerce, kannst Du Deinen Shopify Shop, wie folgt anpassen:

Shopify ermöglicht es Dir ein benutzerdefiniertes HTML hinzuzufügen, jedoch nur auf der Homepage Deines Shops. Dies ist wiederum ein einschränkender Faktor. 

Für eine gehostete Plattform bieten Dir diese Tools ein hohes Maß an Flexibilität. Dennoch gibt es weitere Einschränkungen – so wie die bereits erwähnten Grenzen der Produktvariationen -, die unmöglich zu umgehen sind. Das passiert Dir bei WooCommerce nicht.

Welche Bezahlungsmethoden bieten die jeweiligen Plattformen an?

Sowohl WooCommerce als auch Shopify verfügen über eine lange Liste von Zahlungs-Gateways. Wahrscheinlich wirst Du kaum Unterschiede merken, es sei denn, Du hast eine sehr außergewöhnliche Zahlungssituation. Shopify berechnet jedoch eine zusätzliche Gebühr, wenn Du ein externes Zahlungs-Gateway verwendest. Dies sollte gut überlegt sein, da diese Gebühr bis zu 2% betragen kann (zusätzlich zu dem, was Dein Zahlungs-Gateway verlangt).

WooCommerce

Aufgrund des offenen Charakters von WooCommerce und der großen Anzahl von Plugin-Communities, findest Du eine Vielzahl von WooCommerce Zahlungs-Gateways.

WooCommerce unterstützt alle gängigen Gateways sowie:

  • Stripe
  • PayPal
  • Square
  • Authorize.Net
Einige der WooCommerce Zahlungs-Gateways

Einige der WooCommerce Zahlungs-Gateways

Darüber hinaus ist einer der Vorteile von WooCommerce, dass sie nicht nur die großen Namen unterstützen, sondern auch Nischenzahlungs-Gateways ermöglichen. Um einige Beispiele zu nennen:

  • Postgiro (ein schwedisches Portal)
  • Przelewy24 (ein polnisches Portal)
  • und weitere Portale

Wahrscheinlich hast Du noch nie von den letzten beiden Zahlungs-Gateways gehört – genau das ist der Punkt! WooCommerce hat sowohl die großen Fische, als auch die regionalen Gateways.

Shopify

Shopify verfügt über ein eigenes Zahlungs-Gateway, was im Wesentlichen keine Konfiguration erfordert. Wenn Du jedoch lieber ein externes Zahlungs-Gateway verwenden möchtest, unterstützt Shopify auch alle großen Namen, sowie:

Und um nicht übertroffen zu werden, verfügt Shopify auch über eine lange List von lokalen Zahlungs-Gateways.

Shopify berechnet Dir jedoch einen Zuschlag, wenn Du ein externes Zahlungs-Gateway verwendest. Wie bereits erwähnt, ist es definitiv der Mühe wert, dies zu beachten.

Wer kontrolliert Deine Daten auf der jeweiligen Plattform?

Da Du WooCommerce selbst hostest, gibt Dir diese Plattform deutlich mehr Kontrolle über Deine Daten. 

WooCommerce

Hier gibt es nicht viel zu schreiben – mit WooCommerce besitzt Du alles. Das bedeutet, dass Du bei Bedarf sogar auf Deine Datenbank und die Rohdaten zugreifen kannst.

Shopify

Shopify gibt Dir zwar Zugriff auf alle Deine Daten, aber eine Live-Kopie befindet sich weiterhin auf dem Server von Shopify. Das bedeutet, dass Du Deine Daten nie wirklich vollständig kontrollieren kannst. 

Mit diesem Wissen wird deutlich, dass Shopify Dir doch viele Möglichkeiten bietet, um auf Deine Daten zuzugreifen und das ist besser als bei vielen anderen gehosteten Pattformen. Unter anderem kannst Du:

  • Eine CSV-Datei Deiner Produkte exportieren
  • Dir Deine Webseite über eine App sichern (nicht die Kern-Shopify-Interface)
  • Dich mit Deinen Daten über eine API verbinden

Wie gehen die Plattformen mit der regelmäßigen Wartung um?

Da es sich bei Shopify um eine gehostete Plattform handelt, ist die Wartung viel sorgloser als bei WooCommerce.

WooCommerce

Wie vorhin beschrieben, gibt Dir WooCommerce die ultimative Kontrolle über Dein Eigentum und Deinen Shop. Der Kompromiss all dieser Flexibilität ist aber eben auch, dass all diese Verantwortung der Wartung und Sicherheit deines Geschäfts, bei Dir ist. 

Haben Sie mit Ausfallzeiten und WordPress-Problemen zu kämpfen? Kinsta ist die Hosting-Lösung, die Ihnen Zeit spart! Sieh dir unsere Features an

Du musst dies nicht unbedingt selbst tun – tatsächlich bieten Dir Hosts, so wie Kinsta, an dein WooCommerce mit zu verwalten. Falls du jedoch Entwicklungsarbeiten erledigen musst, musst Du diese möglicherweise an einen Experten auslagern.

Shopify

Shopify kümmert sich um die Wartung und die Sicherheit Deines Shops, so dass Du Dich nur geringfügig um die erforderlichen Wartungen sorgen musst. Um sicher zu stellen, dass alle Anwendungen, die Du in Deinem Shop verwendest, ordnungsgemäß funktionieren, musst Du immer gut informiert sein über all die Apps, die Du verwendest. 

Wieviel kosten die jeweiligen Plattformen?

Aufgrund der variablen Kosten jeder Plattform ist es schwierig, hier einen Gewinner zu ermitteln.

WooCommerce

Es ist schwer, die genauen Kosten für einen WooCommerce-Shop festzulegen, da es viele verschiedene Szenarien und Sonderfälle gibt. Technisch gesehen sind die einzigen Fixkosten:

  • Hosting
  • Deine Domain
  • Die Kosten für Dein Zahlungsportal

Wahrscheinlich wirst Du aber auch für die folgenden Dinge bezahlen:

  • Ein Premium-Thema
  • Viele Premium-Plugins

Ein Vorteil ist, dass WordPress-Plugins oft eine einmalige Zahlung verlangt, während viele Shopify-Anwendungen wiederkehrende monatliche Zahlungen verwenden.

Shopify

Die Hauptkosten von Shopify sind transparent und einfach zu planen:

Shopify Preisliste

Shopify Preisliste

Es gibt jedoch ein paar Dinge, die die Kosten für Deinen Shop erhöhen könnten:

  • Premium-Thema – in der Regel einmalige Kosten
  • Apps – viele erfordern eine zusätzliche, monatliche Zahlung. Dir stehen aber auch kostenlose Apps zur Verfügung.

Zusätzlich berechnet Dir Shopify mehr, wenn Du ein externes Zahlungs-Gateway verwendest. (siehe in der Preisliste oben)

WooCommerce vs. Shopify: Welches solltest Du wählen?

Es gibt nicht die eine richtige Antwort. Anstatt also zu versuchen, eine Empfehlung für die eine oder andere abzugeben, werden wir einige Szenarien durchgehen, in denen die jeweilige Plattform sinnvoller ist. 

3 Gründe um WooCommerce vor Shopify zu bevorzugen

Der Hauptgrund, sich für WooCommerce zu entscheiden, ist die Flexibilität und Kontrolle, die Dir geboten wird. Wenn Du jedoch planst einfache Produkte, mit wenigen Variationen, zu verkaufen, wirst Du diese Flexibilität nicht benötigen. 

Falls Du aber Dinge verkaufen willst, die in Bezug auf Variation, den Bestellvorgang oder die Preisstruktur etwas komplexer sind, wirst Du die Flexibilität von WooCommerce wahrscheinlich schätzen. 

Ein weiterer Grund ist, dass einige Produkte von Shopify ausgeschlossen sind. Da es sich bei Shopify um eine gehostete Lösung handelt, liegt es ganz alleine an den Launen des Entscheiderteams von Shopify. So wurden beispielswiese einige Kosmetikhersteller verbannt. 

Und zu guter Letzt, wenn Du gerne mit WordPress arbeitest und das WordPress System von Plugins und Support schätzt, könnte das ein weiterer Grund sein, sich für eine WordPress E-Commerce-Lösung zu entscheiden.

2 Gründe um Shopify vor WooCommerce zu bevorzugen

Wenn Du eine einfache und vor allem einsteigerfreundliche Möglichkeit suchst, um einen E-Commerce-Shop zu starten, ist Shopify definitiv eine gute Wahl. Solange Du nicht planst, komplizierte Produkte mit vielen Variationen zu verkaufen, solltest Du dich im System von Shopify gut zurechtfinden.

Wenn Du außerdem keine Zeit mit der Wartung Deines Shops verbringen möchtest (oder einfach generell nicht über Technologie nachdenken willst), dann ist das ein weiterer Grund, der in Betrachtung gezogen werden muss – die Einfachheit von Shopify.

Umstellung von Shopify zu WordPress

Falls Du momentan Shopify verwendest, und nach einer einfachen Möglichkeit suchst, um auf WordPress (WooCommerce) umzustellen, haben wir hier ein paar Plugins, die wir Dir empfehlen:

Und, was denkst Du nun?

Am Ende hat jede E-Commerce-Plattform ihre Vorteile für bestimmte Situationen. Wenn Du Flexibilität und Eigenverantwortung schätzt, ist WooCommerce wahrscheinlich Deine beste Wahl. Wenn Du aber Wert auf Einfachheit legst, ist Shopify das Richtige für Dich. Nun ist Eure Meinung gefragt, wenn es um WooCommerce vs. Shopify geht, was bevorzugst Du dann und warum?

Shopify ist eine eingetragene Marke von Shopify.