Hier bei Kinsta begegnen uns viele verschiedene Fehler und ERR_TOO_MANY_REDIRECTS (auch bekannt als Endlosschleife oder „Redirect Loop“) ist einer, der regelmäßig auftaucht. Typischerweise tritt dies nach einer Änderung auf deiner WordPress Seite, einer Fehlkonfiguration von Umleitungen auf deinem Server oder falschen Einstellungen der Services von Drittanbietern auf. Aber keine Sorge, dieser Fehler ist ziemlich einfach zu beheben.

Werfen wir einen Blick auf die folgenden Empfehlungen, wie du diesen Fehler beheben und deine Webseite wieder in Betrieb nehmen kannst.

Was ist der ERR_TOO_MANY_REDIRECTS Fehler?

Der Grund für ERR_TOO_MANY_REDIRECTS ist so ziemlich das, wonach es klingt, etwas auf deiner Webseite verursacht eine unendliche Umleitung. Kurz gesagt, deine Webseite steckt fest (z.B. URL 1 verweist auf URL 2 und URL 2 verweist zurück auf URL 1, oder die Domain hat dich zu oft umgeleitet). Im Gegensatz zu anderen Fehlern lösen sich diese selten von selbst und benötigen wahrscheinlich dein Eingreifen zu ihrer Behebung.

Abhängig von dem Browser, den du verwendest, tritt der Fehler in verschiedenen Varianten auf. 

Google Chrome

In Google Chrome wird dir der Fehler als ERR_TOO_MANY_REDIRECTS (wie du unten sehen kannst) oder als „This webpage has a redirect loop problem“ angezeigt

This page isn’t working. domain.com redirected you too many times.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Google Chrome

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Google Chrome

Mozilla Firefox

In Mozilla Firefox wird es als „The page isn’t redirecting properly” angezeigt (wie du unten sehen kannst).

An error occured during a connection to domain.com. This problem can sometimes be caused by disabling or refusing to accept cookies.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Firefox

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Mozilla Firefox

Microsoft Edge

In Microsoft Edge wird es lediglich als „This page isn’t working right now“ angezeigt (wie du unten sehen kannst).

Domain.com redirected you too many times.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Microsoft Edge

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS in Microsoft Edge

Safari

In Safari wird angezeigt, dass „Safari Can’t Open the Page“ (wie du unten sehen kannst).

Too many redirects occurred trying to open „domain.com.“ This might occur if you open a page that is redirected to open another page which is then redirected to open the original page.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS error in Safari

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS error in Safari

Hier sind einige Empfehlungen und Dinge, die du überprüfen solltest, um den Fehler zu beheben (sortiert nach den häufigsten Gründen, die wir für das Auftreten sehen):

Cookies auf dieser speziellen Webseite löschen

Sowohl Google als auch Mozilla empfehlen tatsächlich direkt unter der Fehlermeldung „versuchen Sie Ihre Cookies zu löschen“. Cookies können manchmal fehlerhafte Daten enthalten, die den Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS verursachen. Dies ist eine Möglichkeit, die du ausprobieren kannst, auch wenn du auf den Fehler auf einer Webseite stößt, die du nicht selbst besitzt.

Da Cookies deinen „Angemeldet“ Status und andere Einstellungen auf Webseiten beinhalten, empfehlen wir dir, die Cookies nur von der Webseite zu löschen, die das Problem hat. Auf diese Weise wirst du keine deiner anderen aktuellen Sitzungen oder Webseiten, die du häufiger besuchst, beeinträchtigen.

Führe die folgenden Schritte aus, um ein Cookie auf einer bestimmten Webseite in Google Chrome zu löschen.

Schritt 1

Klicke in Google Chrome auf die drei kleinen Punkte in der rechten oberen Ecke. Klicke dann auf „Settings“.

Chrome Einstellungen

Chrome Einstellungen

Schritt 2

Scrolle nach unten und klicke auf „Advanced“

Chrome erweiterte Einstellungen

Chrome: Erweiterte Einstellungen

Schitt 3

Klicke auf „Content Settings“

Chrome Content Einstellungen

Chrome Content Einstellungen

Schritt 4

Klicke auf „Cookies“

Chrome Cookies

Chrome Cookies

Schritt 5

Klicke auf „See all cookies and site data“

Chrome alle Cookies anzeigen

Chrome alle Cookies anzeigen

Schritt 6

Suche nach der Webseite (Domain), auf der der Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS auftritt. Du kannst dann die aktuell auf deinem Computer gespeicherten Cookies für diese Domain löschen. Versuche dann, die Seite erneut aufzurufen.

Cookies in Chrome löschen

Cookies in Chrome löschen

Server-, Proxy- und Browser-Cache löschen

Da Redirect Loops Reaktionen sind, die im Cache zwischengespeichert werden können, wird immer empfohlen, den Cache deiner WordPress Seite, dem Server, den Proxy-Diensten von Drittanbietern und bei Bedarf sogar deines Browsers zu löschen.

WordPress Seiten Cache löschen

Abhängig von der Art des Redirect Loops hast du möglicherweise immer noch Zugriff auf dein WordPress Admin Dashboard. In diesem Fall kannst du den Cache einfach in den Einstellungen deines Caching Plugins leeren. Hier sind ein paar Links, wie man den WordPress Cache mit beliebten Plugins leert:

Wenn du ein Kinsta-Kunde bist, kannst du deinen Cache ganz einfach über die WordPress-Admin-Symbolleiste löschen.

Kinsta Cache über WordPress Admin löschen

Kinsta Cache über WordPress Admin löschen

Server Cache löschen

Wenn du nicht auf dein Admin-Dashboard zugreifen kannst, haben viele WordPress Hosts ihre eigenen Tools für das Löschen des Cache auf deiner WordPress Seite.

Wenn du ein Kinsta-Kunde bist, kannst du den WordPress-Cache manuell aus dem MyKinsta-Dashboard löschen. Klicke einfach auf deine Webseite, klicke auf Tools und dann auf die Schaltfläche „Cache löschen“. Überprüfe dann deine Webseite, ob der Redirect Loop noch existiert.

 

WordPress Cache löschen

WordPress Cache löschen

Proxy-Cache löschen

Wenn du einen Reverse-Proxy-Service eines Drittanbieters wie Cloudflare oder Sucuri verwendest, kann es auch vorteilhaft sein, den Cache auf deren Seite zu löschen.

Cloudflare

Um den Cloudflare Cache zu leeren, logge dich in das Dashboard ein, klicke auf „Caching“ und dann auf „Purge Everything“.

Sucuri

Um den Sucuri-Cache zu leeren, logge dich in das Dashboard ein, gehe zu „Leistung“ und klicke auf „Cache löschen“.

Sucuri Cache löschen

Sucuri Cache löschen

Browser Cache löschen

Wenn du überprüfen möchtest, ob das Problem möglicherweise von deinem Browser Cache ausgeht, ohne den Browser Cache zu löschen, kannst du deinen Browser jederzeit im Incognito-Modus öffnen. Oder teste einfach einen anderen Browser um zu sehen, ob der Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS dort auch besteht.

Chrome im Incognito-Modus öffnen

Chrome im Incognito-Modus öffnen

Wenn du feststellst, dass es durch deinen Browser Cache verursacht wird, kannst du ihn einfach bereinigen. Nachfolgend findest du Anweisungen, wie du dies in verschiedenen Browsern tun kannst:

Art des Redirect Loops bestimmen

Wenn das Löschen des Caches nicht funktioniert hat, dann solltest du sehen, ob du die Art des Redirect Loops bestimmen kannst. Das kostenlose Online-Tool Redirect Checker erlaubt dir weitere Analysen durchzuführen, um herauszufinden, was möglicherweise vor sich geht. Dies könnte auch über cURL erfolgen.

Zum Beispiel beinhaltet untenstehende Seite einen 301 Redirect Loop zurück zu sich selbst, was in der Folge eine Reihe an weiteren fehlerhaften Redirects verursacht. Du kannst allen Umleitungen folgen und bestimmen, ob es sich um eine Loop zu sich selbst handelt oder ob es sich möglicherweise um einen HTTP-zu-HTTPS-Loop handelt. Darauf, wie man das behebt, werden wir weiter unten genauer eingehen. 

„Too many redirects“

„Too many redirects“

Die Erweiterung Redirect Path Chrome kann ebenfalls sehr nützlich sein und bietet Einblicke in alle auf deiner Webseite stattfindenden Redirects (spezifische URL oder Seite).

Redirect Path Erweiterung

Redirect Path Erweiterung

Überprüfe deine HTTPS-Einstellungen

Als nächstes solltest du deine HTTPS-Einstellungen überprüfen. Häufig tritt der ERR_TOO_MANY_REDIRECTS Fehler auf, wenn jemand gerade erst seine WordPress-Seite nach HTTPS migriert hat und entweder nicht vollständig abgeschlossen oder etwas falsch eingerichtet hat.

MyKinsta is a wordpress dashboard for professionals.

1. Erzwinge HTTPS nicht ohne SSL-Zertifikat

Dies ist bei weitem der häufigste Grund, auf den wir regelmäßig stoßen. Wenn du deine WordPress Seite zwingst, über HTTPS zu laden, ohne vorher ein SSL-Zertifikat zu installieren, landet deine Webseite sofort in einem Redirect Loop. Um dies zu beheben, installiere einfach ein SSL-Zertifikat auf deiner WordPress Seite.

Es wird auch empfohlen, einen SSL Check durchzuführen. SSL/TLS-Zertifikate erfordern nicht nur dein Hauptzertifikat, sondern auch, dass sogenannte Zwischenzertifikate (Chain) installiert werden. Diese müssen natürlich dann auch richtig eingerichtet werden.

Wir empfehlen die Verwendung des kostenlosen SSL-Check-Tools von Qualys SSL Labs. Es ist sehr zuverlässig und wird von uns für alle Kinsta-Kunden bei der Überprüfung von Zertifikaten verwendet. Gehe einfach zu ihrem SSL-Checktool, gib deine Domain in das Feld Hostname ein und klicke auf „Submit“. Es kann ein oder zwei Minuten dauern, bis die SSL/TLS-Konfiguration deiner Webseite auf deinem Webserver überprüft wurde.

SSL Test

SSL Test

2. Verwende kein SSL-Plugin, aktualisiere deine hartkodierten Links

Es gibt einige kostenlose SSL WordPress Plugins, wie z.B. das Really Simple SSL Plugin, das dir hilft, automatisch zu HTTPS umzuleiten. Wir empfehlen diese Methode jedoch nicht als dauerhafte Lösung, da Plugins von Drittanbietern immer eine weitere Ebene an möglichen  Problemen und Kompatibilitätsproblemen bedeutet. Temporär ist es eine gute Lösung; auf Dauer solltest du aber tatsächlich deine hartkodierten HTTP-Links aktualisieren.

Hierfür haben wir für dich ein großartiges Tutorial mit 4 einfachen Möglichkeiten, wie du ein Suchen-und-Ersetzen in WordPress durchführen kannst. Wenn du ein Kinsta-Kunde bist, kannst du dich jederzeit an unser Support-Team wenden, das dies jederzeit für dich tun wird.

3. HTTP zu HTTPS Umleitungen auf dem Server überprüfen

Es kann sehr gut sein, dass die HTTPS Umleitungsregeln auf deinem Server möglicherweise falsch konfiguriert waren.

Umleiten von HTTP zu HTTPS in Nginx

Wenn auf deinem Webserver Nginx läuft, kannst du deinen gesamten HTTP-Traffic auf HTTPS umleiten, indem du den folgenden Code zu deiner Nginx-Konfigurationsdatei hinzufügst. Dies ist die empfohlene Methode zur Umleitung von WordPress, das auf Nginx läuft.

server { listen 80; server_name domain.com www.domain.com; return 301 https://domain.com$request_uri; }

Wir verwenden Nginx für alle hier bei Kinsta. Die gute Nachricht ist, dass du dir darüber keine Sorgen machen musst. Wenn du eine Umleitung hinzufügen möchtest, öffne einfach ein Supportticket und teile uns mit, welche Domain du umleiten möchtest. Wir fügen es dann für dich in die Nginx-Konfiguration ein.

Umleiten von HTTP zu HTTPS im Apache

Wenn auf deinem Webserver Apache läuft, kannst du deinen gesamten HTTP-Traffic ganz einfach auf HTTPS umleiten, indem du den folgenden Code zu deiner .htaccess Datei hinzufügst. Dies ist die empfohlene Methode zur Umleitung von WordPress, das auf Apache läuft.

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]

4. Überprüfe, ob zu viele HTTPS-Weiterleitungen bestehen

Vielleicht hast du einfach zu viele HTTPS-Umleitungen. Mit dem Patrick Sextons Redirect Mapper-Tool kannst du deine Webseite ganz einfach analysieren, um zu sehen, wie viele Umleitungen verwendet werden. Hier ist ein Beispiel für Umleitungen, die nicht korrekt eingerichtet sind und die mit dem Redirect-Mapper leicht zu erkennen sind. Du kannst sehen, dass sowohl in der www-, als auch in der non-www-Version doppelte HTTPS-Umleitungen stattfinden.

Umleitungen

Umleitungen

Drittanbieterdienste prüfen

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS wird oft auch durch Reverse-Proxy-Dienste wie Cloudflare verursacht. Dies geschieht in der Regel, wenn die Option Flexible SSL aktiviert ist und du bereits ein SSL-Zertifikat auf deinem WordPress Host installiert hast. Warum? Bei der Auswahl „Flexible“ werden alle Anfragen an deinen Hosting-Server über HTTP gesendet. Dein Hostserver hat höchstwahrscheinlich bereits eine Umleitung von HTTP auf HTTPS eingerichtet, so dass dadurch ein Redirect Loop entsteht.

Um dies zu beheben, musst du die Einstellungen der Cloudflare Kryptographie von „Flexible“ auf „Full“ oder „Full (strict)“ ändern. Wenn du ein Kinsta-Kunde bist, wirf gerne auch einen Blick auf unsere Anleitung zur Installation eines SSL-Zertifikats bei Verwendung von Cloudflare.

Cloudflare Krypto level auf “Full” umstellen

Cloudflare Krypto level auf “Full” umstellen

Mit der Regel „Always Use HTTPS“ kannst du alle Benutzer auf HTTPS umleiten, ohne einen Loop zu erstellen. Eine weitere Sache, auf die man bei Cloudflare achten sollte, sind die Regeln für die Weiterleitung von URL-Umleitungen. Achte darauf, dass du keine Umleitung erstellst, bei der die Domain auf sich selbst als Ziel zeigt. Dies kann zu einem Unendliche- Umleitungen-Fehler führen, den die betroffenen URLs nicht beheben können.

Wenn du StackPath verwendest, hast du eine Option namens „Origin Pull Protocol“, die nur auf HTTPS gesetzt werden muss.

Nur die Cloudflare DNS verwenden

Wenn du nur das DNS von Cloudflare und nicht dessen Proxy/WAF-Dienst verwenden möchtest, dann solltest du sicherstellen, dass Ihre deine DNS-Einträge auf “Nur DNS” eingestellt sind. Die Wolken erscheinen als “grau” statt als “orange”. Du konfigurierst dies unter der Registerkarte “DNS” im Cloudflare-Bedienfeld.

Nur die Cloudflare DNS verwenden

Nur die Cloudflare DNS verwenden

Überprüfe deine WordPress Seiteneinstellungen

Eine weitere Sache, die du überprüfen solltest, sind deine WordPress-Seiteneinstellungen. Es gibt zwei verschiedene Felder, bei denen du überprüfen solltest, dass sie korrekt eingestellt sind und nicht auf eine falsche Domain zeigen oder nicht übereinstimmen (siehe nachfolgende Grafik). Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass du nicht das richtige Präfix verwendest, das mit dem Rest deiner Webseite, www oder nicht-www, übereinstimmt. Manchmal wenn du Hosts wechselst oder Domains wechselst, ändern sich die Präfixe, ohne dass du es merkst.

Beide sollten übereinstimmen, es sei denn, du gibst WordPress ein eigenes Verzeichnis.

WordPress Adresse

WordPress Adresse

Höchstwahrscheinlich kannst du an dieser Stelle nicht auf dein WordPress Dashboard zugreifen. Was du also tun kannst, ist, die obigen Einstellungen zu überschreiben, indem du die Werte in deine wp-config.php-Datei eingibst.

Die Datei wp-config.php befindet sich typischerweise im Stammverzeichnis deiner WordPress Seite und kann über FTP, SSH oder WP-CLI aufgerufen werden. Um WP_HOME und WP_SITEURL hart zu kodieren, gib einfach den folgenden Code am Anfang der Datei ein und ändere die Werte, um deine Domain wiederzugeben.

define('WP_HOME','https://yourdomain.com');
define('WP_SITEURL','https://yourdomain.com');

Unten siehst du ein Beispiel davon, wie deine wp-config.php Datei danach aussehen könnte.

WordPress URL in der Datei wp-config.php ändern

WordPress URL in der Datei wp-config.php ändern

Hier sind zwei zusätzliche Möglichkeiten, wie du deine WordPress-URLs ändern kannst, ohne auf dein Admin-Dashboard zuzugreifen, falls du dies bevorzugst:

Sobald du es manuell eingestellt hast, kannst du im Browser auf deine Webseite gehen, um zu überprüfen, ob es den Redirect Loop repariert oder nicht.

Multisite

Wenn du Domains auf einer Multisite änderst, solltest du auch die Tabelle wp_blogs überprüfen. Wir haben gesehen, dass Leute eine Suche durchführen und falsch ersetzen und eine unendliche Umleitungsschleife verursachen. Dies liegt daran, dass die Netzwerkseite nicht mit den Unterseiten übereinstimmt.

wp_#_options: Jede Unterseite wird einen Satz von Tabellen haben, die der blog_id in der wp_blogs-Tabelle entsprechen. Rufe die Tabelle wp_#_options auf, wobei # der blog_id entspricht, und aktualisiere die Einstellungen „SITEURL“ und „HOME“ in dieser Tabelle.

WordPress Plugins vorübergehend deaktivieren

Wenn es um WordPress geht, kann das vorübergehende Deaktivieren aller deiner WordPress-Plugins ein schneller Weg sein, um Probleme zu identifizieren. Beispielsweise kannst du mit Plugins wie Redirection oder Yoast SEO Premium Umleitungen implementieren. Manchmal können Einstellungen oder Aktualisierungen dieser Plugins mit Umleitungen kollidieren, die möglicherweise bereits auf deinem Server eingerichtet sind, was zu einem Redirect Loop führt.

Denke daran, dass du durch das reine Deaktivieren eines Plugins keine Daten verlierst. Wahrscheinlich kannst du nicht direkt auf den WordPress Admin zugreifen. Daher musst du dich per SFTP auf deinem Server anmelden. Dort benennst du deinen Plugin Ordner in beispielsweise „plugins_alt“ um. Überprüfe dann deine Seite noch einmal.

SFTP Plugins Ordner umbenennen

SFTP Plugins Ordner umbenennen

Wenn es funktioniert hat, musst du jedes Plugin einzeln testen. Benenne deinen Plugin-Ordner wieder in „Plugins“ um und ändere dann der Reihe nach jeden einzelnen Plugin-Ordner innerhalb des Plugin-Ordners um, bis du die fehlerhafte Datei findest. Du kannst auch versuchen, dies zuerst auf einer Staging Seite zu replizieren.

Plugin Ordner umbenennen

Plugin Ordner umbenennen

Umleitungen auf deinem Server überprüfen

Neben den HTTP-zu-HTTPS-Weiterleitungen auf deinem Server kann es Sinn machen, sicherzustellen, dass keine anderen Umleitungen falsch eingerichtet sind. Zum Beispiel könnte eine fehlerhafte 301 Umleitung, die zurück zu sich selbst führt, deine Webseite lahmlegen. Normalerweise befinden sich diese in den Konfigurationsdateien deines Servers.

Apache .htacces-Datei

Kinsta verwendet nur Nginx. Falls du aber einen anderen WordPress Host verwendest, auf dem Apache läuft, könnte es sehr gut sein, dass deine .htaccess-Datei eine falsche Regel enthält. Führe die folgenden Schritte aus, um eine neue Regel von Grund auf neu zu erstellen.

Melde dich zunächst per FTP oder SSH bei deiner Webseite an und benennen deine .htaccess Datei in .htaccess_oldum. Dadurch wird sichergestellt, dass du über ein Backup verfügst.

.htaccess Datei umbenennen

.htaccess Datei umbenennen

Um diese Datei wiederherzustellen, kannst du normalerweise deine Permalinks in WordPress einfach nochmal speichern. Wenn du jedoch mitten in einem ERR_TOO_MANY_REDIRECTS-Fehler feststeckst, kannst du höchstwahrscheinlich nicht auf dein WordPress-Admin zugreifen, also ist dies keine Option. Du kannst aber eine neue .htaccess Datei erstellen und den folgenden Inhalt eingeben und diese dann auf dem Server hochladen. Im Folgenden werden die Standardeinstellungen verwendet.

# BEGIN WordPress

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]

# END WordPress

Weitere Beispiele findest du im WordPress Codex wie z.B. eine Standard .htaccess Datei für Multi-Seite.

Nginx Config

Wenn dein Host Nginx verwendet, kann diese Datei etwas komplizierter sein, da die Konfigurationsdatei je nach Hosting-Provider etwas variieren kann. Wir empfehlen daher, dass du dich an deinen Host wendest und diesen deine Konfigurationsdatei auf alles überprüfen lässt, was einen Redirect Loop oder zu viele Umleitungen verursachen könnte.

Wenn du ein Kinsta-Kunde bist, solltest du zunächst überprüfen, dass du in unserem Umleitungstool keine falsche Umleitung eingerichtet hast. Nachfolgend findest du ein einfaches Beispiel für eine Umleitung von https://domain.com/ zurück zu sich selbst, die einen Redirect Loop verursachen würde.

Bad 301 Redirect

Bad 301 Redirect

Dies geschieht auch häufig, wenn die Seiten-URL sowohl in „Umleitung von“ als auch in „Umleitung an“ enthalten ist.

So würde beispielsweise folgendes einen Redirect Loop verursachen:

Umleiten von: ^/blog/about Umleitung an: https://domain.com/blog/about-me

Warum? Sobald der Prozess ^/blog/about, erreicht hat, würde der verbleibende Teil -me keine Rolle mehr spielen und es würde eine Endlosschleife entstehen. Du musst das Ende der Zeichenkette und den Startpunkt angeben. Das müsstest du tun, um es zu reparieren:

Umleiten von: ^/blog/about$ Umleitung an: https://domain.com/blog/about-me

Das $-Zeichen weist Nginx an, die Anfrage nur dann zu stoppen und abzugleichen, wenn die Zeichenkette genau dort endet und nichts mehr folgt.

Natürlich kannst du auch jederzeit ein Support-Ticket öffnen und wir überprüfen das für dich.

Fehlkonfigurierte Reverse-Proxies

Ein weiterer häufiger Grund für den Fehler ERR_TOO_MANY_REDIRECTS ist, wenn du ein Reverse-Proxy verwendest. Reverse Proxies können sehr kompliziert sein und es ist sehr einfach, deine WordPress-Seite in eine Redirect-Schleife zu schicken, wenn sie falsch konfiguriert ist. Auch wenn du ein Kinsta-Kunde bist, kann dir unser Support-Team dabei helfen.

Deine Webseite steckt in einer endlosen Umleitungsschleife fest? 🛣 Schau dir diese Empfehlungen an, wie du schnell wieder einsatzbereit bist.Click to Tweet

Zusammenfassung

Redirect Loops können manchmal schwierig zu identifizieren sein. Hoffentlich helfen dir einige der oben genannten Schritte zur Fehlerbehebung deiner ERR_TOO_MANY_REDIRECTS-Fehler. Falls wir etwas ausgelassen haben sollten, kannst du uns dies gerne unten in den Kommentaren mitteilen.


Spare Zeit, Kosten und maximiere die Leistung deiner Seite mit:

  • Schnelle Hilfe von WordPress Hosting Experten, 24/7.
  • Cloudflare Enterprise Integration.
  • Globale Reichweite mit 28 Rechenzentren weltweit.
  • Optimierung mit unserem integrierten Application Performance Monitoring.

All das und noch viel mehr, in einem Plan ohne langfristige Verträge, betreute Migrationen und eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Schau Dir hier unsere Pakete an oder sprich mit dem Vertrieb, um den richtigen Tarif für dich zu finden.