Nach dem Go-Live: Erste Schritte

Sobald deine Website online ist, lohnt es sich, in der ersten Woche noch ein paar offene Punkte zu klären: Stell sicher, dass beim alten Host nichts zurückgelassen wurde, dass du über Probleme informiert wirst und dass du weißt, wo du Hilfe bekommst. Falls deine Website noch nicht online ist, fang mit der „Go-Live-Checkliste“ an.

1. Aktivier die Überwachungsbenachrichtigungen

Warum das wichtig ist: Kinsta überprüft jede Website alle 3 Minuten. Unsere Techniker beheben Infrastrukturprobleme automatisch, aber wenn das Problem auf deiner Website liegt – zum Beispiel ein Plugin-Konflikt –, erfährst du davon nur, wenn die Benachrichtigungen aktiviert sind.

So fängst du an: Geh zu „Benutzereinstellungen“ > „Benachrichtigungen“ und aktiviere die Benachrichtigungen zur WordPress-Website-Überwachung. Du erhältst dann E-Mails zu Website-Fehlern, SSL-Problemen, abgelaufenen Domains und DNS-Problemen. Siehe „Verfügbarkeitsüberwachung“.

Beachte: Nur Nutzer mit Zugriff auf die Live-Umgebung der Website erhalten Benachrichtigungen. Nutzer mit den Rollen „Unternehmensabrechnung“ und „WordPress-Website-Entwickler“ erhalten keine.

2. Überprüfe, ob deine E-Mail noch funktioniert

Warum das wichtig ist: Kinsta hostet deine Website, nicht deine E-Mail-Postfächer. Wenn du die DNS-Einträge deiner Domain zu Kinsta umgestellt hast, müssen dort auch die MX-Einträge deines E-Mail-Anbieters hinzugefügt werden, sonst kommen keine Nachrichten mehr an deine Domain an.

So fängst du an: Sende eine Test-E-Mail an und von einer Adresse auf deiner Domain. Falls etwas schiefgeht und du das DNS von Kinsta nutzt, überprüfe deine MX-Einträge; siehe „Kinsta-DNS“ und, für Google Workspace, „Google MX-Einträge“.

3. Erstelle deine Staging-Umgebung

Warum das wichtig ist: Eine Staging-Umgebung ist eine private Kopie deiner Website, in der du Plugin-Updates, Designänderungen und PHP-Upgrades testen kannst, bevor Besucher sie sehen. Jede Website enthält eine kostenlose Standard-Staging-Umgebung, die du in den nächsten beiden Schritten nutzen wirst.

So fängst du an:

  1. Wähle in MyKinsta deine Website aus, klicke oben auf der Seite auf den Namen der Umgebung (z. B. „Live“) und wähle „Neue Umgebung erstellen“.
  2. Wähle „Standardumgebung“ aus und klicke auf „Weiter“.
  3. Wähle „Vorhandene Umgebung klonen“ und wähle dann „Live“ als zu klonende Umgebung aus.
  4. Schließe die Erstellung der Umgebung ab. Deine Staging-Website erhält eine eigene URL, zum Beispiel stg-sitename-environmentname.kinsta.cloud.

Alle Optionen findest du unter „Staging-Umgebungen“.

Gut zu wissen:

  • Anmeldung: Eine geklonte Staging-Seite verwendet denselben WordPress-Login wie deine Live-Seite, bis du ihn änderst.
  • Ressourcen: Eine Standard-Staging-Umgebung verfügt über bis zu 2 PHP-Threads und nutzt weder Edge-Caching noch das Kinsta-CDN. Sie eignet sich ideal zum Testen von Änderungen, jedoch nicht zur Messung der Geschwindigkeit. Wenn du eine Staging-Umgebung benötigst, die der Live-Umgebung entspricht, schau dir das Premium-Staging-Add-on unter „Add-Ons“ an.
  • Auf dem neuesten Stand halten: Die Staging-Umgebung aktualisiert sich nicht automatisch, wenn sich deine Live-Seite ändert. Um mit aktuellen Inhalten zu testen, lösche sie und klone die Live-Seite erneut oder übertrage die Inhalte von der Live-Seite in die Staging-Umgebung; siehe „Änderungen sicher vornehmen“.

4. Entferne Plugins, die du nicht mehr brauchst

Warum das wichtig ist: Manche Plugins wurden nur bei deinem alten Host benötigt oder übernehmen Aufgaben, die Kinsta nun für dich erledigt. Wenn du sie aktiv lässt, erhöhen sie die Belastung und können Konflikte verursachen.

Zu überprüfende Plugins:

  • Seiten-Caching-Plugins: Kinsta bietet Caching auf Serverebene an, und viele Caching-Plugins sind damit nicht kompatibel.
  • Das eigene Plugin deines früheren Hosts: Diese funktionieren in der Regel nur auf der Plattform dieses Hosts.
  • Weiterleitungs-Plugins: Diese werden nicht mehr benötigt, sobald deine Weiterleitungen in MyKinsta eingerichtet sind.
  • Backup- und Verfügbarkeits-Plugins: Kinsta erstellt bereits Backups und überwacht deine Website – prüfe daher, ob du sie noch benötigst.
  • Dein eigenes Patchstack-Plugin: Kinsta bietet ohne zusätzliche Kosten einen von Patchstack bereitgestellten Schutz vor Sicherheitslücken an, der jedoch auf jeder Website deaktiviert ist, auf der ein eigenes Patchstack-Plugin läuft. Sofern du kein eigenes Patchstack-Konto benötigst, entferne das Plugin – der Schutz von Kinsta wird dann innerhalb von 12 Stunden aktiviert. Überprüfe den Status auf der Info-Seite deiner Website in MyKinsta.

So fängst du an: Vergleiche deine Plugin-Liste mit den verbotenen und inkompatiblen Plugins. Deaktiviere die Plugins zunächst in deiner Staging-Umgebung, um sicherzustellen, dass nichts kaputtgeht.

5. Überprüfe deine PHP-Version

Warum das wichtig ist: Neuere PHP-Versionen sind schneller und erhalten weiterhin Sicherheitsupdates. Migrierte Websites laufen manchmal auf einer älteren Version, um dem vorherigen Host anzupassen.

So fängst du an: Schau unter „PHP neu starten und aktualisieren“ nach, welche Version deine Website verwendet und wie du sie ändern kannst. Teste eine neue Version in der Staging-Umgebung, bevor du sie auf der Live-Seite änderst.

6. Kündige dein altes Hosting-Konto

Warum das wichtig ist: Eine zu frühe Kündigung kann Dienste lahmlegen, von denen du gar nicht wusstest, dass sie noch bei deinem alten Host laufen.

Bevor du kündigst:

  1. Stell sicher, dass deine Domain auf Kinsta verweist und deine Website über die Domain-Einstellungen in MyKinsta geladen wird.
  2. Prüfe, ob dein alter Host auch deine Domain-Registrierung, DNS oder E-Mail verwaltet, und verlege diese zuerst.
  3. Lade dir ein letztes Backup deiner Website vom alten Host herunter und bewahre es auf.

7. So bekommst du Hilfe

Support kontaktieren: Unser Support-Team ist rund um die Uhr über MyKinsta erreichbar.

Umfang des Supports: Wobei unser Team helfen kann und was nicht dazu gehört.

Systemstatus: Schau hier zuerst nach, wenn mehrere Websites gleichzeitig Probleme haben.

Community-Forum: Stell Fragen und lerne von anderen Kinsta-Kunden.

8. Überprüfe deine Rechnungsdaten

Warum das wichtig ist: Korrekte Angaben sorgen dafür, dass deine Rechnungen auf Anhieb stimmen – das ist wichtig, wenn du Steuern zurückfordern möchtest.

So fängst du an: Überprüfe deine Firmenadresse sowie deine Umsatzsteuer- oder GST-Nummer unter „Unternehmenseinstellungen“ > „Rechnungsdaten“. Frühere Rechnungen findest du unter „Rechnungen“.

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